Aufmerksame Gemeinschaft
Ein Mensch geht früher. Ein anderer sagt kurzfristig ab. Schnell entsteht die Vermutung, das Interesse fehle. Dabei wissen wir oft wenig darüber, wie viel Kraft die Teilnahme gekostet hätte.
Inklusion braucht einen Blick für Barrieren, die von außen nicht sichtbar sind.
Verhalten erklärt sich nicht von selbst
Wer ruhig wirkt, ist nicht automatisch ausgeruht. Wer lacht, kann trotzdem Schmerzen haben. Und wer einmal teilnehmen konnte, hat vielleicht nicht beim nächsten Termin dieselben Möglichkeiten.
Wir müssen nicht jede gesundheitliche Einzelheit kennen, um Grenzen ernst zu nehmen. Ein Nein braucht keine öffentliche Beweisführung.
Verlässliche Informationen entlasten
Nennt die geplante Dauer einer Veranstaltung und haltet das Ende möglichst ein. Kündigt Pausen an. Beschreibt, ob es einen ruhigeren Bereich und unterschiedliche Sitzmöglichkeiten gibt.
So können Menschen selbst besser entscheiden, was für sie machbar ist. Eine ungefähre Zusage hilft weniger als eine ehrliche Beschreibung.
Zugehörigkeit nicht an Leistung knüpfen
Wenn Mitarbeit nur als dauerhaftes Durchhalten gilt, bleiben manche Begabungen ungenutzt. Teilt Aufgaben in überschaubare Abschnitte und besprecht Vertretungen.
Eine Person kann einen wertvollen Beitrag leisten, auch wenn sie nicht jedes Treffen besucht. Entscheidend ist eine Vereinbarung, die für beide Seiten trägt.
Eine andere Frage stellen
Statt „Warum warst du schon wieder nicht da?“ könnt ihr fragen: „Wie können wir den Kontakt so gestalten, dass er für dich passt?“ Lasst auch dabei eine kurze Antwort zu.
Ich wünsche mir Gemeinschaften, in denen Menschen nicht erst über ihre Kräfte gehen müssen, um ernst genommen zu werden. Rücksicht ist kein Sonderprogramm. Sie kann zu einer vertrauten Gewohnheit werden.
Im Gespräch bleiben
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