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AfD und Inklusion: Warum getrennte Wege für mich keine Zukunftsvision sind

Bildungspolitischer Kommentar

Wenn ein Kind Unterstützung braucht, sollte die erste Frage lauten: Was müssen wir möglich machen? Zu oft beginnt die Diskussion stattdessen damit, ob dieses Kind überhaupt in die gemeinsame Schule gehört.

Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September richtet sich mein Blick deshalb besonders auf Bildung und Inklusion.

Ein politisches Menschenbild wird praktisch

Die AfD grenzt sich in ihrem Grundsatzprogramm von einer als ideologisch bezeichneten Inklusion ab. Für mich steckt darin ein grundlegendes Problem: Der Anspruch auf gemeinsames Lernen gerät unter Rechtfertigungsdruck.

Ich bewerte diese Ausrichtung als behindertenfeindlich. Gemeint ist damit eine politische Richtung und ihre Folgen für Teilhabe. Menschen mit Behinderung sollten ihre Zugehörigkeit nicht erst durch besondere Anpassungsfähigkeit verdienen müssen.

Gute Bedingungen sind die Aufgabe

Gemeinsames Lernen braucht qualifizierte Begleitung, zugängliche Materialien und verlässliche Ressourcen. Wenn diese fehlen, ist das ein Auftrag an die Verantwortlichen.

Das Deutsche Institut für Menschenrechte ordnet inklusive Bildung als menschenrechtliche Aufgabe ein. Dieser Blick hilft, die Frage zu verschieben: Wie gestalten wir ein Bildungssystem, das unterschiedlichen Menschen gerecht wird?

Gemeinden können hier anfangen

Auch kirchliche Gruppen kennen Situationen, in denen Unterstützung fehlt. Ein Kind versteht die Regeln nicht, Materialien sind unzugänglich oder ein Raum ist ungeeignet.

Prüft dann zuerst eure Gestaltung. Sucht gemeinsam nach Alternativen, holt Fachwissen hinzu und sprecht offen über tatsächliche Grenzen. Dauerhaftes Aussondern darf nicht zur bequemen Antwort auf mangelnde Vorbereitung werden.

Wofür ich mich einsetzen will

Ich will eine Gesellschaft, in der Verschiedenheit bei der Planung mitgedacht wird. Das ist anspruchsvoll. Es ist zugleich eine Aufgabe, an der wir gemeinsam wachsen können.

Hoffnung beginnt für mich dort, wo wir die Zukunft nicht nach den vermeintlich Einfachsten ausrichten, sondern Verantwortung für alle übernehmen.

Quellen und weiterführende Informationen

AfD Grundsatzprogramm

Deutsches Institut für Menschenrechte: Inklusive Bildung

Im Gespräch bleiben

Inklusionsberatung für eure Gemeinde oder Organisation

Zum Weiterlesen

Inklusion in der Kirche: Woran echte Teilhabe erkennbar wird

Sachsen-Anhalt vor der Wahl: Warum mich die AfD persönlich betrifft

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