Workshops und Fortbildungen
In Workshops und Fortbildungen arbeiten wir gemeinsam an einer konkreten Frage Ihrer Gruppe oder Organisation. Themen können Sprache über Behinderung, verständliche Kommunikation, inklusive Veranstaltungen, digitale Begegnung oder Beteiligung sein. Ich verbinde persönliche Erfahrung mit angeleiteter Reflexion und praktischer Arbeit an Texten und Abläufen. Sie bringen einen Anlass mit; daraus entwickeln wir ein verständliches Ziel, passende Beteiligungsformen und einen erreichbaren nächsten Schritt. Der Workshop Sprache schafft Zugehörigkeit ist eine mögliche Grundform von etwa 90 Minuten. Für vertiefte Planungswerkstätten sind längere Termine mit Pausen möglich.
Gemeinsam lernen, Diskriminierung erkennen und Teilhabe stärken
Wir können ausdrücklich an Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Behindertenfeindlichkeit und Sexismus sowie an Benachteiligung aufgrund von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder sexueller Orientierung arbeiten. Konkrete Situationen aus Schule, Team, Verein oder Einrichtung helfen dabei, respektvolle Sprache und faire Beteiligung zu entwickeln.
Ihr bringt euer Wissen über eure Menschen und euren Alltag ein. Ich unterstütze euch zugewandt und konstruktiv mit meiner Erfahrung und weiteren Perspektiven. Wir würdigen vorhandene Stärken, nehmen Erfahrungen mit Ausgrenzung ernst und vereinbaren einen nächsten Schritt. Der gemeinsame Lernprozess schließt meine eigene Bereitschaft zum Perspektivwechsel ein.
Meine Haltung & Grundwerte kennenlernen
Was ihr mit mir gestalten könnt
Die folgenden Vorschläge geben euch konkrete Anhaltspunkte. Jeder Titel ist ein möglicher Einstieg. Inhalt, Dauer, Sprache, Beteiligung und Tiefe passen wir gemeinsam an eure Menschen und euren Anlass an. Ihr könnt auch mit einer offenen Frage anfragen; ihr müsst kein fertiges Konzept mitbringen.
Zwölf mögliche Themen und Anlässe
Sprache schafft Zugehörigkeit
Für Gemeinden Schulen und Teams · Anlass: 90 Minuten Fortbildung. Konkrete Formulierungen über Behinderung werden auf Verständlichkeit, Selbstbestimmung und Wirkung geprüft. Die Gruppe arbeitet an einer anonymisierten Einladung oder fiktiven Nachricht.
Mögliche Beteiligung: Einen Text überarbeiten und jede Änderung mit ihrer beabsichtigten Wirkung begründen. Was daraus entstehen kann: Eine verwendbare Textprobe.
Eine Veranstaltung von Anfang an inklusiv planen
Für Veranstaltungsteams · Anlass: Planungswerkstatt. Die Arbeit folgt Einladung, Anmeldung, Ankommen, Programm und Rückmeldung. Zugangsfragen werden früh mit klaren Zuständigkeiten verbunden.
Mögliche Beteiligung: Einen Programmteil samt Information und mehreren Beitragswegen neu planen. Was daraus entstehen kann: Ein konkreter Veranstaltungsausschnitt.
Unterstützung anbieten und Entscheidungen respektieren
Für Schulen Vereine und Empfangsteams · Anlass: Praxisfortbildung. Die Gruppe arbeitet an direkter Ansprache und freiwilliger Unterstützung. Eine Begleitperson ersetzt nicht das Gespräch mit der Person, um die es geht.
Mögliche Beteiligung: Eine fiktive Empfangssituation in mehrere respektvolle Handlungsmöglichkeiten übersetzen. Was daraus entstehen kann: Eine kurze Gesprächsvereinbarung.
Bilder erklären und Inhalte zugänglich machen
Für Medien und Bildungsteams · Anlass: Redaktionswerkstatt. Die Gruppe prüft, welche Information ein Bild trägt und welche Beschreibung für den jeweiligen Zweck hilfreich ist. Dekoration und wesentliche Information werden unterschieden.
Mögliche Beteiligung: Zu einer selbst mitgebrachten Abbildung eine zweckbezogene Beschreibung entwickeln. Was daraus entstehen kann: Ein konkretes Beispiel mit Textalternative.
Ein Gottesdienst mit mehreren Zugängen
Für Gottesdienstteams · Anlass: Gemeindefortbildung. Liturgie, Ansagen und Beteiligung werden so betrachtet, dass Menschen wissen, was geschieht und wie sie mitwirken können. Geistliche Teilnahme bleibt selbstbestimmt.
Mögliche Beteiligung: Einen liturgischen Abschnitt mit klaren Ansagen und Wahlmöglichkeiten bearbeiten. Was daraus entstehen kann: Ein verständlicher Gottesdienstabschnitt.
Rückmeldungen zu Ausschluss aufnehmen
Für Leitung und Ehrenamt · Anlass: Fortbildung zur Gesprächskultur. Hinweise auf Barrieren und verletzende Sprache werden ernst genommen. Die Gruppe übt Antworten, die Verantwortung übernehmen und einen nachvollziehbaren nächsten Schritt benennen.
Mögliche Beteiligung: Eine fiktive Rückmeldung beantworten und den weiteren Bearbeitungsweg beschreiben. Was daraus entstehen kann: Ein erreichbarer Rückmeldeprozess.
Schule ohne ungefragte Zuschreibungen
Für Schulklassen und Lehrkräfte · Anlass: Projekttag. Fiktive Alltagsszenen eröffnen Fragen nach Respekt, Selbstbestimmung und Zugehörigkeit. Persönliche Erfahrungen der Lernenden müssen nicht öffentlich erzählt werden.
Mögliche Beteiligung: Eine Ausgrenzungsszene analysieren und Klassenregeln für respektvolle Kommunikation entwickeln. Was daraus entstehen kann: Eine gemeinsam begründete Gesprächsregel.
Ehrenamtliche Aufgaben verständlich beschreiben
Für Vereine und Gemeinden · Anlass: Werkstatt zur Mitarbeit. Unklare Aufgaben und informelle Absprachen können neue Menschen ausschließen. Die Gruppe klärt Erwartungen, mögliche Zugänge und Ansprechpersonen.
Mögliche Beteiligung: Eine konkrete Aufgabe so beschreiben, dass Interessierte selbst prüfen und nachfragen können. Was daraus entstehen kann: Eine verständliche Aufgabenbeschreibung.
Online Gespräche mit echter Beteiligung
Für Bildungsanbieter und kirchliche Teams · Anlass: Digitale Fortbildung. Moderation, Arbeitsaufträge und schriftliche Beitragswege werden für eine konkrete Online Begegnung geplant. Ein Beitrag darf nicht ausschließlich vom Zugang zum Chat abhängen.
Mögliche Beteiligung: Beginn und Fragerunde einer Videokonferenz praktisch durchplanen. Was daraus entstehen kann: Ein zugänglicherer Moderationsablauf.
Vielfalt in einem gemeinsamen Projekt
Für Teams und Jugendgruppen · Anlass: Projektstart. Die Gruppe fragt, welche Perspektiven zur Planung gehören und wie Aufgaben gewählt werden können. Unterschiedliche Zugänge werden in einen gemeinsamen Arbeitsablauf übersetzt.
Mögliche Beteiligung: Ein Projektziel mit Rollen, Information und Rückmeldung verbinden. Was daraus entstehen kann: Eine transparente erste Projektvereinbarung.
Texte mit klaren Handlungshinweisen
Für Öffentliche Einrichtungen und Bildung · Anlass: Kommunikationswerkstatt. Eine Information wird nach Handlung, Reihenfolge und Kontakt geordnet. Verständliche Sprache wird vom fachlich geprüften Format Leichte Sprache unterschieden.
Mögliche Beteiligung: Eine vorhandene kurze Information an ihrer beabsichtigten Handlung ausrichten. Was daraus entstehen kann: Ein überarbeiteter Informationstext.
Der Inklusionskompass in der Praxis
Für Gemeinden und Organisationen · Anlass: Orientierungswerkstatt. Zugang, Raum, Sprache, Mitgestaltung und Haltung bilden die Arbeitsfragen. Die Gruppe wählt einen konkreten Alltagsschritt, statt alle Bereiche zugleich lösen zu wollen.
Mögliche Beteiligung: Die Kompassfragen auf ein Angebot anwenden und zwei Maßnahmen priorisieren. Was daraus entstehen kann: Ein realistischer Einstieg mit Zuständigkeiten.
Wie eine Zusammenarbeit aussehen kann
- Praxis Workshop: 90 Minuten — Ein begrenztes Thema mit konkreter Übung.
- Fortbildung und Werkstatt: 3 Stunden mit Pause — Eigene Materialien und einen Ablauf bearbeiten.
- Mehrteilige Reihe: Mehrere Termine nach Vereinbarung — Orientierung, Erprobung und Auswertung verbinden.
Was ihr erwarten könnt
- Eine überarbeitete Textprobe.
- Eine kurze Sammlung begründeter Sprachentscheidungen.
- Ein vereinbarter nächster Schritt für die Kommunikation im Team.
Wir klären zuerst eure Leitfrage und den passenden Rahmen. Danach vereinbaren wir, welche Vorbereitung, Materialien, Nachbereitung und Ergebnisse zum konkreten Auftrag gehören. Persönliche Erfahrungen müssen nicht öffentlich erzählt werden; Zuhören und andere zugängliche Beteiligungswege sind möglich.
Der Workshop vermittelt reflektierte Sprachpraxis. Übersetzungen in geprüfte Leichte Sprache und eine umfassende Prüfung aller Kommunikationskanäle sind gesonderte Aufgaben. Eigene Texte können nach vorheriger Absprache anonymisiert einbezogen werden.
Flexibel passend zu eurem Anlass
Ihr könnt mich vor Ort im deutschsprachigen Raum oder für ein geeignetes digitales Format anfragen. Mein Lebensmittelpunkt ist Ostfriesland. Formate auf Deutsch, Portugiesisch und Englisch sind je nach Anlass möglich; meine Spanischkenntnisse entwickle ich weiter. Auch Kombinationen mit Vortrag, Musik, Gespräch oder Beratung sind denkbar.
Es gibt keine starre Preisliste. Auch kleine Gemeinden, Schulen und gemeinnützige Initiativen dürfen ihre Idee mitbringen. Honorar, Fahrtkosten und eine eventuell nötige Übernachtung besprechen wir fair und individuell. Eine Anfrage ist zunächst unverbindlich.