Persönliche Geschichten und Perspektivwechsel
Manche Fragen werden verständlich, wenn wir eine Geschichte hören und Zeit haben, über sie nachzudenken. In diesem Format teile ich selbst ausgewählte Erfahrungen aus Blindheit, Adoption, Herkunft, Glauben und Veränderung. Daraus entstehen Fragen, die Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen verbinden können. Der Abend bietet persönliche Begegnung, einen thematischen roten Faden und einen offenen Austausch im vereinbarten Rahmen.
Eine persönliche Geschichte mit gesellschaftlichen Fragen
Meine Geschichte als Schwarzer, afrobrasilianischer und blinder Adoptierter eröffnet Fragen nach Rassismus, Herkunft und Zugehörigkeit. Wir können darüber nachdenken, wie Menschen auf Zuschreibungen reduziert werden und wie ein respektvolles Miteinander mit Gleichberechtigung wachsen kann.
Für diesen Austausch sind Menschen unterschiedlicher Kulturen, Religionen, Geschlechter und sexueller Orientierungen willkommen. Ich teile ausgewählte Erfahrungen, höre euren Perspektiven zu und bleibe selbst bereit, meine Sicht zu erweitern.
Meine Haltung & Grundwerte kennenlernen
Was ihr mit mir gestalten könnt
Die folgenden Vorschläge geben euch konkrete Anhaltspunkte. Jeder Titel ist ein möglicher Einstieg. Inhalt, Dauer, Sprache, Beteiligung und Tiefe passen wir gemeinsam an eure Menschen und euren Anlass an. Ihr könnt auch mit einer offenen Frage anfragen; ihr müsst kein fertiges Konzept mitbringen.
Zwölf mögliche Themen und Anlässe
Adoption zwischen Zugehörigkeit und offenen Fragen
Für Adoptionsgruppen und Erwachsenenbildung · Anlass: Biografischer Abend. Die Perspektive eines erwachsenen adoptierten Menschen eröffnet Fragen nach Familie, Herkunft und eigener Identität. Liebe und Schmerz dürfen nebeneinander vorkommen.
Mögliche Beteiligung: Eine selbst gewählte Frage an Zugehörigkeit formulieren ohne private Offenlegung zu verlangen. Was daraus entstehen kann: Ein respektvoller Austausch über Adoption.
Blindheit im Alltag persönlich erzählt
Für Schulen und VHS · Anlass: Begegnungsabend. Eigene Alltagserfahrungen eröffnen Fragen nach Selbstbestimmung, Hilfe und Kompetenz. Eine technische oder biografische Vorführung ist nicht der Zweck des Formats.
Mögliche Beteiligung: Eine fiktive Alltagsszene nach den Entscheidungen der Person betrachten. Was daraus entstehen kann: Ein konkreter Blick auf Selbstbestimmung.
Brasilien Deutschland und die Frage nach Heimat
Für Kultur und Partnerschaftsgruppen · Anlass: Erzählabend. Persönliche Übergänge und Sprachen verbinden sich mit mehreren Heimatbezügen. Die Geschichten erklären meine Perspektive und keine pauschalen Nationalcharaktere.
Mögliche Beteiligung: Eine offene Heimatfrage aus einem Erzählbogen weiterdenken. Was daraus entstehen kann: Ein eigener Zugang zu Zugehörigkeit.
Glaube in einer Geschichte voller Fragen
Für Gemeinden und Einrichtungen · Anlass: Gemeindeabend. Eine selbst ausgewählte Glaubensgeschichte eröffnet Raum für Hoffnung und Zweifel. Schwere Erfahrungen werden nicht als notwendige Stufe eines Erfolgswegs erzählt.
Mögliche Beteiligung: Eine Frage aus der Geschichte für sich auswählen und freiwillig teilen. Was daraus entstehen kann: Ein persönlicher Gesprächszugang zum Glauben.
Die eigene Stimme öffentlich finden
Für Jugendgruppen und Selbsthilfe · Anlass: Ermutigungsabend. Meine Medienarbeit eröffnet die Frage, wie Menschen Interessen und Perspektiven öffentlich zeigen können. Die Gruppe wählt ihre eigene Form von Beteiligung.
Mögliche Beteiligung: Eine mögliche eigene Frage oder einen kleinen Beitrag entwerfen. Was daraus entstehen kann: Ein freiwilliger Ansatz zur eigenen Stimme.
Zugehörigkeit trotz enger Zuschreibungen
Für Teams und Bildung · Anlass: Biografischer Impuls. Eine persönliche Szene führt zu Erwartungen an Körper, Herkunft oder Rolle. Das Publikum fragt, welche Handlung einen anderen Zugang ermöglichen würde.
Mögliche Beteiligung: Eine Zuschreibung in eine offene Frage nach Interesse und Kompetenz übersetzen. Was daraus entstehen kann: Ein Ansatz für respektvolle Begegnung.
Liebe und Beziehung auf Augenhöhe
Für Erwachsenenbildung und Mediengruppen · Anlass: Gesprächsabend. Das Format fragt nach Selbstbestimmung, gegenseitiger Wahrnehmung und Beziehung. Private Details anderer Personen werden nicht ohne deren Zustimmung einbezogen.
Mögliche Beteiligung: Eine fiktive Beziehungserwartung auf Selbstbestimmung und gegenseitige Verantwortung prüfen. Was daraus entstehen kann: Ein Gespräch über gleichberechtigte Beziehung.
Ein Leben zwischen Sprachen
Für Sprachcafés und Kulturorte · Anlass: Mehrsprachiger Erzählabend. Sprachen verbinden persönliche Erinnerung, Begegnung und Zugehörigkeit. Deutsch, Portugiesisch oder Englisch können nach Anlass eingesetzt werden; der konkrete Sprachrahmen wird vereinbart.
Mögliche Beteiligung: Eine selbst gewählte Bedeutung von Sprache mit einer offenen Frage verbinden. Was daraus entstehen kann: Ein persönlicher Zugang zu Sprache und Heimat.
Geschichten von Krisen und neuen Wegen
Für Gemeinden und Erwachsenenbildung · Anlass: Themenabend. Ausgewählte Erfahrungen eröffnen Fragen nach Unterstützung und Veränderung. Der Abend bietet Reflexion und ersetzt keine therapeutische Aufarbeitung.
Mögliche Beteiligung: Eine hilfreiche Beziehung oder Möglichkeit aus der Geschichte benennen. Was daraus entstehen kann: Ein realistischer Gedanke über Veränderung.
Ein Abend zwischen Geschichte und Lied
Für Gemeinden und Kulturorte · Anlass: Erzählabend mit Musik. Wenige vorbereitete Musikmomente verbinden zwei persönliche Erzählbögen. Der Ablauf lässt Zeit für Hören und freiwilliges Gespräch.
Mögliche Beteiligung: Einen musikalischen Eindruck mit der Leitfrage des Erzählabends verbinden. Was daraus entstehen kann: Ein gemeinsamer persönlicher Nachklang.
Als Adoptivkind eine eigene Perspektive entwickeln
Für Familienbildung und Adoptionsgruppen · Anlass: Gesprächsveranstaltung. Die Geschichte fragt nach Selbstbeschreibung und dem Gewicht der Perspektive erwachsener Adoptierter. Es werden keine Aussagen über die Lebensgeschichte anderer Familien getroffen.
Mögliche Beteiligung: Eine typische Frage an Adoption so formulieren dass das Gegenüber frei antworten kann. Was daraus entstehen kann: Eine respektvolle Fragepraxis.
Perspektivwechsel als Auftakt für ein Projekt
Für Schulen und Organisationen · Anlass: Projektstart. Eine ausgewählte Geschichte öffnet die gemeinsame Arbeitsfrage. Anschließend wird geklärt, was der Inhalt für den konkreten Rahmen der Gruppe bedeutet.
Mögliche Beteiligung: Eine Frage aus dem Erzählbeitrag in das Projektziel übertragen. Was daraus entstehen kann: Ein thematischer Ausgangspunkt für Weiterarbeit.
Wie eine Zusammenarbeit aussehen kann
- Erzählabend: 60 bis 90 Minuten — Geschichten und moderierter Austausch.
- Biografischer Impuls: 20 bis 30 Minuten — Ein thematischer Einstieg in ein größeres Programm.
- Geschichte und Musik: 75 bis 90 Minuten — Gespräch mit abgestimmten akustischen Beiträgen.
Was ihr erwarten könnt
- Ein auf Anlass und Leitfrage abgestimmter Erzählbeitrag.
- Ein respektvoll moderiertes Gespräch.
- Nach Absprache ausgewählte Fragen für die weitere Beschäftigung.
Wir klären zuerst eure Leitfrage und den passenden Rahmen. Danach vereinbaren wir, welche Vorbereitung, Materialien, Nachbereitung und Ergebnisse zum konkreten Auftrag gehören. Persönliche Erfahrungen müssen nicht öffentlich erzählt werden; Zuhören und andere zugängliche Beteiligungswege sind möglich.
Persönliche Inhalte werden von mir selbst ausgewählt. Das Format enthält keine Verpflichtung zur Offenlegung privater Details. Erfahrungen sind persönliche Perspektiven und keine stellvertretenden Aussagen über alle blinden, Schwarzen oder adoptierten Menschen.
Flexibel passend zu eurem Anlass
Ihr könnt mich vor Ort im deutschsprachigen Raum oder für ein geeignetes digitales Format anfragen. Mein Lebensmittelpunkt ist Ostfriesland. Formate auf Deutsch, Portugiesisch und Englisch sind je nach Anlass möglich; meine Spanischkenntnisse entwickle ich weiter. Auch Kombinationen mit Vortrag, Musik, Gespräch oder Beratung sind denkbar.
Es gibt keine starre Preisliste. Auch kleine Gemeinden, Schulen und gemeinnützige Initiativen dürfen ihre Idee mitbringen. Honorar, Fahrtkosten und eine eventuell nötige Übernachtung besprechen wir fair und individuell. Eine Anfrage ist zunächst unverbindlich.