Musik und Gemeinschaft
Ein Raum singt gemeinsam. Das kann tragen. Für einen anderen Menschen ist genau dieser Moment zu laut, zu schnell oder mit zu vielen Erwartungen verbunden.
Musik hat für mich viel mit Verbindung zu tun. Damit diese Verbindung offen bleibt, braucht es Freiheit.
Zuhören ist auch Beteiligung
Nicht jeder Mensch möchte mitsingen. Manche hören aufmerksam zu, andere summen oder bewegen eine Hand. Daraus lässt sich nicht ablesen, wie viel ein Lied ihnen bedeutet.
Ein freundlicher Hinweis kann entlasten: Ihr dürft singen, zuhören oder eine Pause machen. Niemand muss eine bestimmte Körperhaltung zeigen, um innerlich dabei zu sein.
Informationen zugänglich machen
Liedtexte sollten nicht ausschließlich auf einer Leinwand stehen. Stellt sie rechtzeitig in einem nutzbaren Textformat bereit und kündigt Titel oder Nummern hörbar an.
Wenn Abläufe wechseln, erklärt den Übergang. Ein ausschließlich visuelles Zeichen kann Menschen ausschließen, die es nicht wahrnehmen.
Lautstärke ist eine gemeinsame Aufgabe
Was für eine Person kraftvoll klingt, ist für eine andere schwer auszuhalten. Prüft die Verständlichkeit von Sprache und Musik im Raum. Kündigt besonders laute Elemente an, wenn sie geplant sind.
Ein ruhigerer Platz kann helfen. Er sollte erreichbar sein und nicht vermitteln, dass Menschen mit anderen Bedürfnissen nur außerhalb der Gemeinschaft Platz haben.
Gaben entdecken statt Rollen festlegen
Fragt Menschen mit Behinderung nach ihren musikalischen Interessen. Vielleicht möchten sie ein Instrument spielen, ein Lied auswählen oder die Technik mitgestalten.
Ich wünsche mir Musik, die Menschen zusammenbringt und ihnen Luft lässt. Ein gemeinsamer Klang muss nicht aus identischen Beiträgen entstehen.
Im Gespräch bleiben
Zum Weiterlesen
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